| Text | Text verfasst für das Treffen der LektorInnen und PrädikantInnen im Kirchenbezirk Lahr, Oktober 2000 |
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Hinweise für die Gestaltung von Gebeten
1. Gebete sind Anrede an Gott, nicht Anrede an die Anwesenden.
2. Gebete im Gottesdienst sollen so gestaltet sein, dass sie die am Gottesdienst Teilnehmenden innerlich mitbeten können. Daraus folgt:Auch wenn ein Gebet nicht unbedingt mit einer Anrede an Gott beginnen muss, so muss der Charakter als Gebet doch deutlich werden (z.B. durch eine Einleitung oder eine nachgeholte Anrede). Informationen - gerade bei einer konkreten Fürbitte wichtig - sollten nicht in das Gebet hineingenommen werden. Wir müssen nicht Gott informieren. Sinnvoll kann es sein, notwendige Informationen vor dem Gebet vorzutragen. Gebete sollten keine verdeckten Aufforderungen an die Anwesenden sein und auch nicht indirekt Kritik üben. Vorsicht bei Formulierungen wie "Lass uns erkennen...". So wichtig es ist, bei Lesungen oder Predigt zu den Menschen zu sprechen und Blickkontakt zu suchen, so falsch ist es, bei Gebeten die Menschen anzubeten. Beim Vortragen von Gebeten ist zu versuchen, diese Gebete im Augenblick des Sprechens auch als eigene Gebete zu sprechen. Darum sind auch Texte problematisch, die man nicht als eigenes Gebet sprechen kann.