Geschichten, Erzählungen, Gleichnisse, Krippenspiele
von Matthias Kreplin, Pfarrer in Schmieheim und Dekan des Evang. Kirchenbezirks Lahr


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Markuskirche Schmieheim

Theolmat

Losgehen oder Bleiben - Krippenspiel für einen Familiengottesdienst an Weihnachten (anstelle einer Predigt)

Als Mitwirkende sind Jugendliche und Erwachsene denkbar, die bereit sind, größetre Textpassagen in rhythmisierter Sprache auswendig zu lernen.
Das Krippenspiel kann unterbrochen werden von Gemeindeliedern.

Uraufgeführt in Schmieheim am 24.12.2002


Rollen:

S1 (Sterndeuter 1 - Melchior)
S2 (Sterndeuter 2 - Bathasar)
S3 (Sterndeuter 3 - Caspar)
S4 (Sterndeuter 4)
G1 (Schriftgelehrter 1)
G2 (Schriftgelehrter 2)
M (Maria)
J (Josef)
H (Herodes)
D (Diener)


Licht geht aus, Stern an der Orgel geht an

1. Szene - Die Sterndeuter von Babylon entdecken einen neuen Stern

S1, S2 und S3 stehen auf dem Podest vorne links, S4 sitzt auf einem Stuhl. Sterndeuter S1, S2 und S3 haben Schriftrollen in der Hand und schauen an den Himmel, S4 schaut zu den Leuten hin. Scheinwerfer geht an auf die vier Sterndeuter auf dem Podest vorne links.

S2 (Schaut von seiner Rolle auf an den Himmel und zeigt dann mit der Hand in eine Richtung) Dort drüben, Brüder, muss Saturn jetzt stehen.
So haben wir es ausgerechnet.

S1 (Schaut ebenfalls von seiner Rolle auf und zeigt an zwei Stellen am Himmel)
Und dort steht Mars - und Venus dort.

S4 (schaut nicht zum Himmel) O Brüder, schaut nicht zu den Sternen auf.
Seht diese Welt, in der so viel im Argen liegt.
Schlimm geht es zu in unsren Tagen!
Der Lauf der Sterne mag nach ewigen Gesetzen geh'n,
der Lauf der Welt jedoch geht auf den Abgrund zu.
Schaut euch nur um: Was ist aus Babylon geworden?
Wo ist die einstig' Pracht geblieben?
Rundum ist Niedergang allein.

S1, S2 und S3 suchen weiter den Himmel ab.

S2 Heh, was ist das? Dort drüben! Seht!
Dort bei Saturn und Jupiter!

S3 Ich seh es auch!

S2 Ein neuer Stern!

S3 Besonders ist der Stern, mit einem Schweif!

S1 Ein Stern mit Schweif, zwischen Saturn und Jupiter genau.
Was das bedeuten mag?

S2 Jupiter, das ist der Königstern,
Saturn der Stern der Juden -
Bruder Caspar, das ist euer Stern

S1 Ich deut' das so: Den Juden wird gebor'n ein neuer König.
Was meinst du, Caspar? -Du bist der Jude unter uns.

S3 Ich weiß nur eins, doch wag' ich's fast nicht auszusprechen.
In unseren heilig'n Schriften ist davon die Rede,
dass Gott einst Jakobs Stern wird aufgeh'n lassen,
dass Gott uns einen König schicken wird.
Gesalbter wird er heißen. Messias schreiben wir in unsern Schriften.
Ein König, der den Frieden bringt für unser Volk und alle Welt.

S4 Das ist doch alles alt Geschwätz! Hat jemals nur ein König Fried' gebracht?`

S3 Gewiss, sie ist schon alt, die Prophezeiung.
Doch haben wir je einen solchen Stern geseh'n?
Noch dazu an besonder'n Ort, genau zwischen Saturn und Jupiter?
Schon lange wollte ich ins Land der Väter reisen,
und unsere heil'ge Stadt Jerusalem besuchen.
Der Stern dort oben ist ein Zeichen.
Jetzt ist es an der Zeit, die Reise anzutreten.
Ich glaube, bald gescheh'n gewalt'ge Dinge.

S4 Ach was, nichts Neues kann gescheh'n auf Erden.
Nur schlimmer wird, was wir schon haben.

S3 Ich reise nach Jerusalem.
Was ist mit euch, ihr Brüder, kommt ihr mit?

S4 Das ist doch Irrsinn.
Lasst euch nicht verleiten diesem Stern zu traun!
Es ist doch nur ein Stern!

S1 Nein, es ist ein Zeichen!
Caspar, ich komme mit.
Ich möcht' mich nicht damit begnügen, dass Not in dieser Welt kein Ende nimmt.
Und wenn der Weg umsonst sein mag. Ich will es wenigstens versuchen!
Ich reise mit in deiner Väter Land.

S2 Caspar, auch ich, ich komme mit. Ich möchte wissen, was der Stern bedeutet.

S1, S2 und S3 gehen ab

S4 (winkt hinterher) Geht nur! Geht nur, ihr folgt Phantastereien.
Bewahrt doch einen kühlen Kopf!
Dann merkt ihr es: Alles nur leere Worte in den heil'gen Schriften,
alles nur Geschichten ohne Sinn.
Ihr werdet es schon sehen!

Scheinwerfer geht langsam aus - S4 ab

2. Szene: Auch die Schriftgelehrten in Jerusalem entdecken den Stern

Auf dem Podest vorne rechts stehen G1 und G2, Schriftrollen in der Hand. Scheinwerfer auf G1 und G2 geht langsam an.

G1 Sieh an den Himmel, siehst du dort (zeigt an eine bestimmte Stelle am Himmel).
Ein Stern mit Schweif, der bisher nicht dort stand.
Die ganze Stadt Jerusalem ist außer sich.
Das Volk sagt schon: "Es ist der Jakobsstern.
Der Stern, der vom Messias kündet."
Sie warten auf ein Wort von uns, den Schriftgelehrten.
Was sollen wir nur sagen?

G2 Nur langsam, übereile nichts!
Schau erst, was in der Schrift des Mose steht (Zeigt auf seine Schriftrolle).
Ich lese nur: "Ein Stern geht auf in Jakobs Mitte,
in Israel erhebt ein König sich." (Num.24,17).
Doch ob der Stern dort oben ist gemeint, wer mag es sagen?

G1 Das Volk sagt es! In allen Gassen wird davon gesprochen.
In ganz Jerusalem gibt es kein and'res Thema mehr.
Unruhe hat die Leute weit und breit ergriffen.

G2 Und genau das ist die Gefahr!
Wie viele sind schon nach Jerusalem gezogen,
und haben den Messias uns verkündet,
wie viele Menschen sind schon umgekommen,
weil sie von Hoffnung auf den neuen Himmel,
weil sie vom Traum nach Frieden ganz betrunken,
den Aufruhr gegen unsre Herrn gewagt.
Die Herrschenden, sie dulden keinen neuen König.
Sie dulden keinen, der die Ungerechtigkeit bekämpft.
Sie wollen keinen, der den Frieden bringt.
Wenn wir in diesem Stern uns täuschen,
dann kostet dies uns unser aller Leben.
Drum langsam, langsam, du mein Freund.
Der Sterne gibt es viel, das Leben ist nur eines.

G1 Dein Wort wiegt schwer - und du hast recht.
Wir wollen seh'n, was kommt, und erst Mal schweigen.

Scheinwerfer geht langsam aus

3. Szene: Maria und Josef entdecken den Stern

Maria und Josef auf der Kanzel; Scheinwerfer geht langsam an.

M Josef, meine Kräfte geh'n zu Ende.
Wie weit ist noch der Weg nach Bethlehem?

J Es ist noch weit, Maria, weit,
wir können noch nicht rasten, noch nicht jetzt.
Komm nimm einen Schluck voll Wasser, dann geht's besser.

(Maria trinkt Wasser)

M Josef, siehst du diesen Stern am Himmel dort (zeigt dorthin)
Der mit dem Schweif

J Wahrhaftig, er ist schön.
Ich hab ihn nicht bemerkt bisher.
Er steht genau über den Bergen, wo Bethlehem gelegen ist.

M Der Stern, er scheint mir grad wie ein von Gott gesandter Engel.
Wenn meine Augen sich zu ihm erheben,
dann spür ich neue Kraft.
O, Josef, komm, wir gehen weiter.
Der Stern weist uns den Weg.

Licht auf Maria und Josef geht aus.

Licht in der Kirche geht langsam an.

Lied: Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg (EG 551,1+2)

Licht in der Kirche geht langsam aus. Stern an der Kanzel geht an.

4. Szene: Die Weisen auf ihrer Reise kommen nach Jerusalem

S1, S2 und S3 im Hauptgang, Scheinwerfer auf die drei geht langsam an

S3 Oh Brüder, seht den Himmel an!
Die ganze Zeit, es waren viele Wochen,
hat uns der Stern den Weg gezeigt.
Und jetzt, Jerusalem liegt vor uns;
der Friedenskönig nicht mehr weit.

S1 Es stimmt, der Stern er führte uns von Norden her an diese Stadt.
Doch schaut, er bleibt nicht stehen hier.
Er zieht uns weiter noch nach Süden.
Ob das was zu bedeuten hat?

S3 Hier in Jerusalem wird neu gebor'n der König!
Hier in der Stadt, wo David herrschte einst,
hier wo Gott selbst hat seinen Tempel,
drum hier bei Hofe müssen wir den suchen,
der in den hei'lgen Schriften uns versprochen.

S2 So lasst uns gehen zu des Königs Haus,
und fragen im Palast, wo ist zu finden
des Königs neu gebor'ner Sohn.
Und doch, mir scheint hier nicht der richtig Ort.
Doch lasst uns geh'n, bald wissen wir's.

Scheinwerfer geht langsam aus.

5. Szene: Maria und Josef kommen im Stall an und lassen sich dort nieder.

Maria und Josef sitzen vor dem Altar, neben ihnen die leere Krippe.

J Nichts als ein Stall in dieser ganzen Stadt,
nichts als ein dreckig Loch für dich und mich.
Was ist das für 'ne böse Welt,
in der die Menschen gelten wie das Vieh.
Was ist das für 'ne böse Welt,
in der die einen reich und satt und prall,
und wir die and'ren hungern, frieren müssen.

M Lass gut sein, Josef, ich bin froh,
dass wir gefunden diesen Platz.
Ich fühle es - hier wird es sein,
wo unser Kind das Licht der Welt erblickt.
Heut Nacht, hier in dem Stall, wird es geboren.
Nicht lange mehr, dann ist's so weit.
So wird auch dieses dreckig Loch,
ein Ort, wo Hoffnung blüht,
weil hier ein Leben neu beginnt.
Hier in dem Elend in der Not,
geboren wird das Kind, das Gott uns schenkt.

J Oh Maria, ich wollt so gut es machen,
wollt dich bewahren vor Gefahr und Not,
und jetzt kann ich es nicht mehr wenden,
dass du wirst niederkommen hier im Dreck.

M Lass gut sein, Josef, es wird alles gut.
Siehst du nicht diesen Stern da draußen.
Er hat uns auf dem Weg hierher geführt,
ist mitgezogen all die vielen Wochen,
doch schon seit Stunden steht er still.
Genau hier, soll unsre Reise enden,
genau hier, will Gott die Not jetzt wenden.

Scheinwerfer geht langsam aus, die Puppe wird in die Krippe gelegt

Licht geht langsam an

Lied: Stille Nacht (EG 46,1-3)

Licht geht langsam aus, der Thron wird auf das Podest gestellt.

6. Szene: Herodes und der Stern

Auf dem Podest vorne rechts sitzt Herodes auf seinem Thron. Scheinwerfer geht langsam an auf ihn.

H Ich weiß nicht, wie mir ist.
Ich kenne selbst mich nicht mehr wieder.
In mir ist eine Unruh, die mir völlig unbekannt;
und ich, Herodes, zweifle an mir selbst.
Ja, ich, Herodes, groß und mächtig,
der König von Jerusalem und einem großen Reich,
ein Schrecken aller weit und breit.
Ich merke, wie in meinem Herzen,
sich unbekannte Sehnsucht nistet ein.
Ein Sehnen nach ganz neuem Leben,
ein Leben ohne Hass und Neid,
ein Leben ohne Furcht und Härte,
ein Leben in Glückseligkeit.
Ob dieser Stern da draußen mich verhext,
der Stern, der alle hier verstört,
oder ist's Schwäche, die mich überkommt,
Anfang vom Ende meiner Macht.
Sei's drum, ich bin Herodes, ich bleib' Herodes,
vor mir sich fürchtet jedermann.

7. Szene: Die Weisen kommen zu Herodes, der sie empfängt

D, noch im Dunkeln, stampft mit seinem Stab, tritt dann zu Herodes ans Podest

D O Majestät, drei weit gereiste Herren
sind eingetroffen hier und bitten jetzt um Gnade,
mit euch zu sprechen.

H Was ist denn ihr Begehr?

D Sie sprechen wundersame Dinge,
von diesem Stern am Himmel dort,
und von 'nem neugebor'nen König.

H (erschrickt) Was sagst du da? (Nachdenkpause)
Nun los, bring sie mir her!

Diener geht ab, S1, S2, und S3 kommen, bleiben aber auch vor dem Podest stehen.

S1 Seid gegrüßt, hoch edler König,
aus fernen Landen kommen wir.
Das sind Balthasar und Caspar,
und Melchior werde ich genannt.
Der Caspar stammt vom Volk der Juden,
der Balthasar und ich sind Heiden nur.

S3 Wir kommen her vom Stern getrieben,
und hoffen bei dir jetzt zu finden,
den neu gebor'nen König, den Messias,
den uns die Sterne angekündigt,
von dem die heil'gen Schriften uns berichten.
Hier ist er doch, in diesen Mauern.
dein Sohn ist es, so muss es sein.

H (springt vor Erschrecken von seinem Thron auf) Was sagt ihr da, ihr weisen Männer?!
Von einem neu gebor'nen König weiß ich nichts.
Doch wollt ihr euch ein wenig nur gedulden.
Ich werde unsre Schriftgelehrten,
um Rat befragen und euch helfen.
(winkt den Diener) Diener, führt hinaus die Herren,
und bringt zu mir die Schriftgelehrten.

Diener führt S1, S2 und S3 weg

8. Szene: Herodes holt Auskünfte ein

H Was ist das für ein Spiel, das sie mit mir getrieben?
Oder sollt gar in Wahrheit dieser Wunderstern
wirklich ein neues Zeitalter verkünden?
Ich muss es wissen, ich bin hier der Herr!

Diener führt G1 und G2 herein

H Ihr Schriftgelehrten, groß ist eure Kenntnis,
man sagt, der Stern da draußen zeigt uns an,
dass der Messias wird geboren.
So sagt mir doch, wo wird das sein?

G2 In Bethlehem, o edler König,
in Bethlehem, in Judas kleinster Stadt,
so schreibt uns Micha, der Prophet.
In Bethlehem, wo König David war geboren,
da kommt zur Welt auch der Messias.

H Ich danke euch, ihr Schriftgelehrten,
für diese Auskunft, ihr könnt geh'n.

Diener führt G1 und G2 weg und trifft dabei auf S1, S2 und S3, die im Mittelgang gewartet haben. Man sieht, wie die fünf miteinander sprechen.

9. Szene: Herodes holt die drei Sterndeuter noch einmal zu sich

H Diener, bring mir die drei Herren

Diener führt S1, S2 und S3 wieder zu Herodes

H Ich habe nachgeforscht und auch gefunden,
dass eine Stadt in unserm Land ist auserseh'n
für den Geburtsort des Messias.
Ihr Name, der ist Bethlehem.
Geht dorthin suchen nach dem Kind,
und wenn ihr es gefunden habt,
so meldet eilig auch es mir,
damit ich komme und ihm huldige.
So geht nach Bethlehem, ihr weisen Herren!

Diener führt S1, S2 und S3 wieder in den Mittelgang

10. Szene: Herodes allein

Scheinwerfer auf Herodes

H Das wäre ja gelacht, ihr weisen Herrn,
wenn hier nicht weit von meiner Stadt,
ein Kind, das König werden soll, geboren würde
um mir und meinem Sohn den Thron zu rauben.
Das werd' ich zu verhindern wissen.
Ich weiche nicht! Ich bleibe, der ich bin!

Scheinwerfer geht langsam aus.

Licht geht langsam an

Lied: O Bethlehem, du kleine Stadt (EG 55,1+2) - evt. Flötengruppe und eine Vorsängergruppe

Licht geht langsam aus

11. Szene: Einer der Schriftgelehrten schließt sich den drei Weisen an

S1, S2, S3 gehen im Mittelgang nach hinten, G1 folgt ihnen mit etwas Abstand,

Scheinwerfer geht langsam an auf die vier Personen

G1 O haltet an ihr weisen Männer.
Ich möchte mit euch geh'n.
Ich hab erfahren, was ihr sucht.
Ich such dasselbe auch wie ihr.

S1 So sei willkommen und komm mit.

Scheinwerfer geht langsam aus

12. Szene: Die Weisen kommen in den Stall

Die Weisen und der zweite Schriftgelehrte auf dem Podest links vorne,

Maria und Josef am Altar bei der Krippe

Scheinwerfer geht an auf S1, S2, S3 und G2 auf dem Podest

S2 (zeigt zum Altar) Ich sag es euch, hier muss es sein.
Seht ihr den nicht den Stern dort leuchten.
Er steht gerade über diesem Haus.

S3 Das kann nicht sein, ein Stall ist das.
Dort soll die Wiege des Messias steh'n?

S1 Ich glaub es nicht, wahrhaftig wir sind recht.
Hier liegt ein Kind, auf Stroh gebettet zwar
und nicht in einem gold'nen Bettchen.
Doch hierhin hat der Stern uns vier geführt.

S3 Was mag das zu bedeuten haben,
dass der Messias wird gebor'n im Stall?
In Kälte und Gestank und Dreck?

G1 Ich ahne, Brüder, was das heißt:
Gott kommt zu uns, nicht wenn wir glänzen,
wenn Ruhm und Reichtum uns gegeben,
Gott steigt hinunter in das Elend,
in aller Elend, deins und meins.
Er teilt mit uns das ganze Leben,
gerade auch die schlimmen Stunden.
Darum liegt dieses Kind in einer Krippe,
darum wird es im Stall geboren.

S3 Ja, du hast recht, so ist es wirklich:
Gott ist so, wie er immer war:
Er nimmt auf sich uns're Not und unser Leiden,
damit ein Licht wir sehen in der Finsternis.

S1 So lasst uns leise zu dem Kind
hingehen und Geschenke bringen.
Wir haben jetzt verstanden, was der Stern
uns zeigen und auch sagen wollte.

S1, S2 und S3 treten zu Maria und Josef hin, bringen ihre Geschenke, verneigen sich und gehen dann ab.
Scheinwerfer geht langsam aus.

Licht geht langsam an.

Lied: Dies ist der Tag, den Gott gemacht (EG 42,1+2+4+6+9)

Licht geht langsam aus

13. Szene - Herodes merkt, dass die Weisen nicht zurückkommen.

Rechtes Podest: Herodes steht vor seinem Thron, geht unruhig hin und her, Scheinwerfer geht langsam an.

H Verrat, ich bin betrogen!
Die weisen Männer haben mich belogen.
Meine Spione haben's mir berichtet:
Sie haben wohl das Kind gefunden,

doch sind sie nicht zu mir gekommen.

Sind andern Wegs nach Haus gezogen.
Doch ich, Herodes, lass mich nicht betrügen.
Ich lasse das Messiaskind nicht leben.
Dann sterben alle Kinder eben.
(zu einem vorgestellten Hauptmann im Publikum gewandt) Hauptmann, hört den Befehl:
Sucht alle Kinder männlichen Geschlechts,
in Bethlehem und der Umgebung,
wer noch nicht mindestens drei Jahre zählt,
wird umgebracht an Ort und Stelle.
Los, führt aus was ich soeben hab befohlen.
Ein Gotteskind durchkreuzt nicht meine Pläne!
Der Wunderstern - verflucht sei er!

Scheinwerfer geht langsam aus

14. Szene: Maria und Josef bereits auf dem Weg nach Ägypten

Auf der Empore, Maria und Josef von unten angestrahlt

J Los komm, Maria, eile.
Soldaten ziehen durch die Berge,
und töten alle neu geborn'nen Kinder.
Wir müssen flieh'n, auf nach Ägypten!

M Oh Josef, was muss dieses Kind noch leiden,
bis sich erfüllt, was ihm bestimmt.
Gebor'n in Elend und in Not,
und schon nach Tagen auf der Flucht.
Gott steigt herab in uns're Ängste.
Kein Leiden ist ihm jetzt noch fremd.

Er geht mit uns, auch durch die größten Nöte.
Und führt uns an sein großes Ziel.

Scheinwerfer langsam aus

15. Szene: Die drei Sterndeuter auf dem Heimweg

S1, S2 und S3 stehen im Gang

Scheinwerfer geht langsam an

S3 Wie froh bin ich, dass ich dies Kind geseh'n.
Wie froh bin ich, dass ich dem Stern gefolgt.
Jetzt hab ich Gott erkannt,
und seine Nähe tief gespürt.

S1 Wer bleibt, im Alten nur verharrt,
wer Hoffnung leugnet und erstarrt,
der kann das Gotteskind nicht finden.
der wird in Finsternis verbleiben.

S2 Ja, nur wer aufbricht, der wird finden,
die Nähe Gottes, Rettung, Licht.

Licht langsam an

Lied: Weil Gott in tiefster Nacht erschienen (EG 56,1+2+4+5)


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